Gender Mainstreaming

auch in die medizinische Forschung und den medizinischen Alltag.

21 Jahre nach Nairobi, 11 Jahre nach Peking und 9 Jahre nach Amsterdam wird deutlich, dass die Diskussion um Sex und Gender vor allem in der medizinischen Forschung noch in den Kinderschuhen steckt. Trotz offensichtlicher geschlechtsspezifischer Unterschiede hat sich die medizinische Forschung bislang auf die Geschlechtsorgane konzentriert. Die Beschäftigung mit Gender und damit die Fokussierung auf die Unterschiede zwischen den Geschlechtern hat nicht nur einen neuen Blick auf die Frauengesundheit ermöglicht, sondern auch einen neuen Blick auf die Männergesundheit.

Mit der Initiative Frauenmedizin in Klinik und Praxis hat sich in Münster eine Fortbildungsreihe etabliert, die sich mit einer geschlechtsspezifischen Medizin auseinandersetzen will. Wir wollen ein Forum bilden, in dem frauenbezogene Themen in Psychiatrie und Psychotherapie aufgenommen werden, um so nach den besonderen Bedürfnissen und Anforderungen zu fragen, die Frauen an die Medizin stellen.

Gender Mainstreaming bedeutet, dass bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig berücksichtigt werden.