Gender Mainstreaming
Gender Mainstreaming ist ein gleichstellungspolitisches Konzept, das seinen Ursprung in einem entwicklungspolitischen Zusammenhang hat. Erstmals auf der 3. Weltfrauenkonferenz der Vereinten Nationen 1985 in Nairobi diskutiert und auf der 4. Weltfrauenkonferenz 1995 in Peking als gemeinsame Arbeitsplattform verabschiedet, wurde es 1997 im Amsterdamer Vertrag als verbindliche Aufgabe für die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union festgeschrieben.
Dieses Konzept umfasst zwei Komponenten "Gender" und "Mainstreaming". Beide Worte sind erklärungsbedürftig. Das Wort "Gender" stammt aus dem Englischen, und bedeutet die gesellschaftlich, sozial und kulturell geprägte Geschlechterrolle von Frauen und Männern.
"Mainstream" (engl. Hauptstrom) bedeutet, dass eine bestimmte inhaltliche Vorgabe, die bisher nicht das Handeln bestimmt hat, nun zum zentralen Bestandteil bei allen Entscheidungen und Prozessen gemacht wird.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Forderungen nach Gleichstellung fragt Gender Mainstreaming nicht nach Benachteiligungen, sondern nach den geschlechtsspezifischen Unterschieden. Das Konzept findet schon länger Berücksichtigung bei politischen, verwaltungsinternen und öffentlich-rechtlichen Maßnahmen und wirft mittlerweile immer mehr genderrelevante Fragestellung
Dieses Konzept umfasst zwei Komponenten "Gender" und "Mainstreaming". Beide Worte sind erklärungsbedürftig. Das Wort "Gender" stammt aus dem Englischen, und bedeutet die gesellschaftlich, sozial und kulturell geprägte Geschlechterrolle von Frauen und Männern.
"Mainstream" (engl. Hauptstrom) bedeutet, dass eine bestimmte inhaltliche Vorgabe, die bisher nicht das Handeln bestimmt hat, nun zum zentralen Bestandteil bei allen Entscheidungen und Prozessen gemacht wird.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Forderungen nach Gleichstellung fragt Gender Mainstreaming nicht nach Benachteiligungen, sondern nach den geschlechtsspezifischen Unterschieden. Das Konzept findet schon länger Berücksichtigung bei politischen, verwaltungsinternen und öffentlich-rechtlichen Maßnahmen und wirft mittlerweile immer mehr genderrelevante Fragestellung
auch in die medizinische Forschung und den medizinischen Alltag.
21 Jahre nach Nairobi, 11 Jahre nach Peking und 9 Jahre nach Amsterdam wird deutlich, dass die Diskussion um Sex und Gender vor allem in der medizinischen Forschung noch in den Kinderschuhen steckt. Trotz offensichtlicher geschlechtsspezifischer Unterschiede hat sich die medizinische Forschung bislang auf die Geschlechtsorgane konzentriert. Die Beschäftigung mit Gender und damit die Fokussierung auf die Unterschiede zwischen den Geschlechtern hat nicht nur einen neuen Blick auf die Frauengesundheit ermöglicht, sondern auch einen neuen Blick auf die Männergesundheit.
Mit der Initiative Frauenmedizin in Klinik und Praxis hat sich in Münster eine Fortbildungsreihe etabliert, die sich mit einer geschlechtsspezifischen Medizin auseinandersetzen will. Wir wollen ein Forum bilden, in dem frauenbezogene Themen in Psychiatrie und Psychotherapie aufgenommen werden, um so nach den besonderen Bedürfnissen und Anforderungen zu fragen, die Frauen an die Medizin stellen.
Gender Mainstreaming bedeutet, dass bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig berücksichtigt werden.
21 Jahre nach Nairobi, 11 Jahre nach Peking und 9 Jahre nach Amsterdam wird deutlich, dass die Diskussion um Sex und Gender vor allem in der medizinischen Forschung noch in den Kinderschuhen steckt. Trotz offensichtlicher geschlechtsspezifischer Unterschiede hat sich die medizinische Forschung bislang auf die Geschlechtsorgane konzentriert. Die Beschäftigung mit Gender und damit die Fokussierung auf die Unterschiede zwischen den Geschlechtern hat nicht nur einen neuen Blick auf die Frauengesundheit ermöglicht, sondern auch einen neuen Blick auf die Männergesundheit.
Mit der Initiative Frauenmedizin in Klinik und Praxis hat sich in Münster eine Fortbildungsreihe etabliert, die sich mit einer geschlechtsspezifischen Medizin auseinandersetzen will. Wir wollen ein Forum bilden, in dem frauenbezogene Themen in Psychiatrie und Psychotherapie aufgenommen werden, um so nach den besonderen Bedürfnissen und Anforderungen zu fragen, die Frauen an die Medizin stellen.
Gender Mainstreaming bedeutet, dass bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig berücksichtigt werden.